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Opera internationales Projekt mit dem CERN & CNRS
150 Physiker, 36 Institutionen in 13 Ländern und ein Budget von 120 Millionen Euro – Opera ist ein internationales Projekt in Zusammenarbeit mit dem CERN und unter Beteiligung des CNRS (Centre National de Recherche Scientifique), in dessen Rahmen auf der Erde unter bekannten Bedingungen das Naturphänomen der Transformation von Myon-Neutrinos in Tau-Neutrinos reproduziert werden soll. Wichtigstes Ziel ist es, ein theoretisches Modell zu bestätigen, das die Theorie der Vereinheitlichung der Physik unterstützen würde.
„Diese Forschungsarbeit mag esoterisch erscheinen, aber sie ist in erster Linie ein praktisches Experiment. Sie ist mit grossen technologischen Herausforderungen verbunden, um eine Präzision im Mikrometerbereich bei einem Target von 1’300 Tonnen zu erreichen. Und gleichzeitig geht es um die Frage, woraus die Materie besteht und welche Rolle diese mysteriösen Partikel in den ersten Momenten des Universums gespielt haben können“, erläutert Dario Auterio, Physiker am Institut für Kernphysik von Lyon (CNRS) und Leiter der Neutrino-Forschungsgruppe.

Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wurde ein Neutrino-Detektor im nationalen Laboratorium von Gran Sasso installiert, dem größten unterirdischen Labor der Welt mit einer Fläche von 18’000 m². Ein Ort, der wegen der 1’400 Meter Felsen gewählt wurde, die über ihm ruhen und den Detektor vor kosmischen Strahlen schützen, die die Messungen verfälschen würden. Die von der Forschergruppe gejagten Neutrinos wurden speziell zu diesem Zweck im CERN erzeugt, der europäischen Organisation für Kernforschung, deren Laboratorien sich unter der französisch-schweizerischen Grenze in der Nähe von Genf befinden. Dort schiesst ein Beschleuniger Protonen auf ein Graphit-Target...