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Staudamm in Norditalien

Überwachung der Staudamm-Umgebung
 
Viele Stauseen in den norditalienischen Alpen liegen in schmalen, nach Nord-Westen/Süd-Westen ausgerichteten Tälern. Durch die Lage des Tales liegt immer nur eine Seite in der Sonne - mit gravierenden Temperaturschwankungen in relativ kurzen Zeitabständen. Diese Situation hat in zahlreichen Fällen zu unterschiedlichen geologischen Strukturen auf beiden Talseiten geführt. In einem dieser Täler wurde zwischen 1950 und 1960 ein Staudamm (Double Sweep Arc Gravity) errichtet.
Im Juni 1997 wurde eine automatisierte Totalstation TCA2003 von Leica Geosystems in der Nähe des Dammes auf der stabilen rechten Talseite installiert. Sie soll mit grösster Genauigkeit die Positionen der 16 auf der anderen Seite in Höhen zwischen 1730 und 2100 m angebrachten Reflektoren permanent überwachen. Die Distanzen zwischen der Messstation und den Reflektoren betragen zwischen 170 und 1500 m. Jeder einzelne Reflektor ist auf Betonpfeilern fixiert und vor Wettereinflüssen geschützt. Zwei der 16 Reflektoren, die auf der linken und rechten Seite des Beckens angebracht sind, sind Fixpunkte.

Die Messstation besteht aus einer automatisierten Totalstation TCA2003 mit APS System-Software von Leica Geosystems. Sie befindet sich in einem mit Spezialglasfenstern versehenen Schutzbau, installiert auf einem sehr stabilen Sockel. Der Applikationsrechner ist ebenfalls dort untergebracht. Die APS System-Software kontrolliert den Messablauf, der auf einer Punktauswahl beruht, die der Anwender während einer Lernphase getroffen hat. Falls erforderlich, kann der Messablauf jederzeit problemlos vom Anwender verändert werden!

Die ENEL-Systemkonfigurierung ermöglicht die Durchführung von mehreren Messzyklen pro Tag, die in vordefinierten Zeitabständen stattfinden. Die Messsequenzen sind so festgelegt, dass sie jeweils an fixen Festpunkten mit bekannten Koordinaten starten und enden.


 
 
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